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Eging am See
Die Geschichte meiner Heimat
Auf 280 Seiten, illustriert mit 200 alten Fotographien, Dokumenten und Karten, bereichert um viele Erzählungen Eginger Bürger, werden hier 6000 Jahre Geschichte dieses idyllischen Bayerwaldortes erzählt. Sie reichen von der Jungsteinzeit über die Kelten, Römer und Bajuwaren, die Gründung Egings vor 1000 Jahren, bis zur Gegenwart. Viele Katastrophen musste der kleine Ort in seiner Geschichte durchleben, den Einfall von Schweden im Dreißigjährigen Krieg, die Plünderungen der Panduren im Österreichischen Erbfolgekrieg, Pestepidemien und Feuersbrünste. Die Eroberung Egings durch die Amerikaner am Ende des Zweiten Weltkriegs und die Greueltaten am Nammeringer Bahnhof, dem größten Naziverbrechen Niederbayerns, werden auf über 50 Seiten mit zahlreichen noch nie veröffentlichten Augenzeugenberichten und vielen Fotos illustriert. Auf diese schlimme Zeit folgte der Aufbau Egings, der es zum heutigen Geschäfts- und Tourismuszentrum machte. Von jeder Ortschaft im Gemeindegebiet Eging ist ein farbiges Luftbild abgedruckt.
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280 Seiten, DIN A 5, schwarz-weiß,
teils farbig, Hardcover, Fadenheftung
Preis: 19,80 Euro
ISBN 978-3-937438-56-6
Namensliste der Personen, die im Buch auftauchen
Bei Kriegsende musste Eging viel durchleben. Der Ort wurde durch Panzersperren abgeriegelt, Minen wurden gelegt, ein Volkssturm aufgestellt und die SS achtete darauf, dass die Verteidigung auch durchgeführt wurde. Die Bevölkerung baute sich Bunker im Wald und die Amerikaner griffen den Eginger Bahnhof von der Luft aus an. Im KZ-Zug von Nammering, der auch Eging durchfuhr, offenbarte sich die ganze Grausamkeit des Naziregimes. Und an dem Tag, als Eging von der Diktatur befreit wurde, schien der Untergang dieses Ortes unabwendbar.
Ortsgruppenchef Alfons Vogt 1945:
“Der Kampfstand Vilshofen rief in Eging an und gab den Befehl: 'Angreifen und Absetzen!' Das war gleichbedeutend für die Vernichtung von Eging. Ich gab der SS aber nur weiter, dass sie sich abzusetzen haben. Die Leute sprangen auf, räumten ihre Sachen ein. Es entstand ein furchtbares Durcheinander. Die einen bestiegen den Lastwagen, mit dem sie gekommen waren, die anderen radelten weg, wieder andere eilten zu Fuß durch das Dorf. In diesem heillosen Durcheinander ertönte der Ruf: 'Panzer!' Ich drehte mich um und sah von Preinting kommend, in der Höhe der Post die Panzer, sah ferner, dass ein Teil der SS-Leute von dem Auto wieder abgesprungen war und mit der Panzerfaust in Stellung ging. Ich blieb auf der Straße stehen und erwartete, dass der Kampf beginnen würde. Ich wollte den Untergang Egings, meiner zweiten Heimat, nicht erleben.”
Doch es kam anders.
Zeitungsartikel Fotos von der Buchpräsentation Interview in UnserRadio (Teil 1, Teil 2)